Weihnachten ist bei uns verbunden mit Lichtern, Plätzchen, Tannenbaum und gemütlichen Abenden mit der Familie. Doch ein Blick über den Tellerrand zeigt: Nicht überall kommt Weihnachten so besinnlich daher wie bei uns.
In anderen Ländern wird gesungen, versteckt, gejagt – oder sogar gefürchtet. Wir haben ein paar der verrücktesten (und spannendsten) Weihnachtsbräuche aus aller Welt gesammelt.
Spanien – Die Gurke im Weihnachtsbaum
In vielen spanischen Familien wird eine Gurke im Weihnachtsbaum versteckt.
Wer sie zuerst findet, bekommt ein kleines Geschenk – oder einfach das gute Gefühl, gewonnen zu haben. Woher der Brauch stammt, weiß niemand so genau, aber Kinder lieben die Suche.
Tipp für Familien: Funktioniert auch wunderbar als Spielidee für zuhause.
Norwegen – Besen gegen böse Geister
In Norwegen stellt man an Heiligabend Besen vor die Haustür.
Der alte Volksglaube sagt, dass Hexen und böse Geister in der Weihnachtsnacht umherziehen und Besen stehlen könnten. Also lieber vorsorgen.
Unheimlich? Vielleicht. Aber auch irgendwie charmant altmodisch.
Tschechien – Schuhe sagen die Zukunft voraus
Unverheiratete Frauen werfen an Heiligabend einen Schuh über die Schulter.
Zeigt die Spitze zur Tür, steht eine Hochzeit bevor. Zeigt sie ins Zimmer, bleibt man noch ein Jahr Single.
Ein Brauch, der bei uns vermutlich für viel Gelächter – und fliegende Schuhe – sorgen würde.
Ukraine – Spinnennetze für Glück
In der Ukraine schmückt man den Weihnachtsbaum oft mit künstlichen Spinnennetzen.
Sie stehen für Glück und Wohlstand im kommenden Jahr und gehen auf eine alte Legende zurück.
Ungewöhnlich, aber wunderschön – vor allem, wenn sie im Kerzen- oder Lichterglanz schimmern.
Japan – Weihnachten bei Kentucky Fried Chicken
In Japan ist Weihnachten kein religiöses Fest, sondern eher ein romantischer und kulinarischer Anlass.
Viele Familien bestellen Wochen im Voraus ihr Weihnachtsmenü bei KFC. Truthahn? Fehlanzeige. Stattdessen: Chicken Wings.
Ein Brauch, der durch geschicktes Marketing entstanden ist – und bis heute anhält.
Italien – Die Hexe bringt Geschenke
In Italien kommt die Geschenke bringende Figur nicht am Heiligabend, sondern am 6. Januar:
La Befana, eine freundliche alte Hexe auf dem Besen.
Sie bringt Süßigkeiten für brave Kinder und Kohle für unartige – ganz ähnlich wie der Nikolaus, nur eben mit Hut und Besen.
Österreich – Der Krampuslauf
In manchen Regionen Österreichs ziehen Anfang Dezember Krampusläufer durch die Straßen.
Mit furchterregenden Masken, Hörnern und Glocken sollen sie böse Geister vertreiben – oder zumindest ordentlich erschrecken.
Definitiv nichts für schwache Nerven (oder kleine Kinder).
Verrückt – und irgendwie wunderschön
So unterschiedlich diese Bräuche auch sind, eines haben sie gemeinsam:
Sie bringen Menschen zusammen, erzählen Geschichten und machen Weihnachten lebendig.
Vielleicht ist das die eigentliche Magie von Weihnachten – dass es überall anders gefeiert wird, aber überall etwas Besonderes bleibt.
