Wir suchen den Reichtum

Die Geräusche starten, wenn der Hebel sich dreht.
Plötzlich kann ich nichts mehr erkennen, überall blinkender Lichter. Eine Glocke läutet, Zahnrad greift in Zahnrad, und am Ende des Mechanismus drehen die großen Rollen sich. Ich kann gerade noch aus dem Weg springen. Bilder fliegen an meinem Auge vorbei. Zitronen, Zahlen Wörter, und noch mehr Lichter. Ich will mir die Ohren zuhalten, so laut dreht sich hier alles, die eingeworfene Münze hallt im ganzen Gehäuse herum. Doch ich muss auch sehen, was passiert, um hier drinnen zu überleben.

Es wird kurz ruhig.

Dann – KLING KLING – höre ich die Münze prallen, dann wird der Hebel wieder gedreht. Die Zahnräder drehen sich, und am Ende wieder die großen Rollen. „Das ist wie beim El Torero Online Spielen„, denke ich mir. Ich muss wieder Fuß fassen und dem ganzen Getue aus dem Weg springen, während ich vor Lichtern kaum sehen und vor Geräuschen kaum hören kann. Während ich herumspringe, passe ich auf, dass mir meine Krone nicht vom Kopf fällt, und halte sie mit der Hand fest. Verdammt! Mein Fuß knickt um, und ich falle zu Boden. Über mir dreht sich wieder etwas, irgendetwas blinkt, doch über mir! Über mir fällt ein Mechanismus herab. Das war es wohl mit mir. Ich will mein letztes Gebet sprechen, aufgeben, meinen letzten Atemzug nehmen – da sehe ich eine Hand nach mir greifen. Kurz bevor es über mir zuschnappt, zieht sie mich heraus, in eine neue Kammer.

„Komm mit!“

Ich habe keine Zeit nachzudenken und laufe durch einen immer enger werdenden Gang. Aus einer Figur, der ich folge, werden zwei, dann drei, dann fünf. „Wer seid ihr?“ rufe ich, darauf hoffend, dass meine Frage unter dem ganzen Getöse ankommt.
„Wir sind wie du, wir suchen den Reichtum!“, ruft eine der Figuren zurück. Ein Mann kleiner Statur, mit einem Buckel, aber dennoch so schnell wie ich im Rennen. Ich sehe, dass er meine Krone geklaut hat. Ich greife danach, doch genau da verschwindet er.
Ich laufe und laufe, folge den Anderen. Einer nach dem anderen verschwindet, und als ich ein weiteres Klicken einer Münze höre, wird es dunkel um mich.

Ich spüre meinen Körper fallen und bin wieder, wo ich angefangen habe. Es blinkt wieder um mich. Es läuten wieder Glocken und ich sehe Bilder und Zahlen und Wörter vorbeiziehen. Ich halte mit der Hand meine Krone fest. Meine Füße unter mir bewegen sich seltsam. Ich muss wieder einem Hebel ausweichen. Ich hebe ab. Was ist hier los? Ich verstehe nichts!
Warum ist es hier so laut? Wie bin ich hierhergekommen?
Dann verliere ich wieder den halt und falle wieder in Dunkelheit.

Und falle.

Und falle.

Dann sehe ich wieder Lichter. Aber… ich sehe den Automaten vor mir. Ich greife auf meinen Kopf, wo aber keine Krone mehr sitzt.
Ich schaue mich um. Ich sitze in einem Casino.
Ich bin wohl etwas zu lange hier geblieben und am Spielautomaten eingeschlafen.
Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, hier ist auch keine Uhr.
Ich gehe erst einmal raus, frische Luft schnappen.

Dann geht es wieder rein, zur nächsten Runde.