Der Cowboy in der Wüste

Ein Cowboy ist schon seit etlichen Wochen auf seinem Kamel unterwegs. Was ihm allmählich so richtig fehlt ist eine Frau. Eines Tages – er ist ja schließlich ganz allein – denkt er sich: ‚Mein Gott, was soll’s, es sieht ja kein Mensch – wer wird’s denn je erfahren?‚, klettert vom Kamel, schleicht sich um das Tier herum, nähert sich von hinten, greift es sich – doch das Tier ist ja nicht blöd, quiekt entrüstet auf und gallopiert von dannen.
Nach vielen Stunden hat der Typ das Kamel wieder eingefangen und frustriert traben die beiden weiter auf ihrem Weg durch die Wüste.
Als der Mann denkt, das Kamel würde jetzt wohl schlafen und sicher nichts mitbekommen, schleicht er sich wieder an dessen Hinterteil heran, langsam, leise, behutsam… doch das Kamel war Habacht-Stellung eingeschlafen, hatte nur gedöst und ist schneller als der Wind unterwegs. Drei weitere Tage vergehen, drei sinnlose Versuche ebenfalls – das Kamel ist gewarnt und lässt sich nicht überrumpeln.
Am Ende der Woche erreicht der frustrierte Reiter eine Oase. Dort sitzt ein Mädchen, blutjung, wunderschön, kurvenreich, eine Augenweide – der Kerl fängt an zu sabbern und nähert sich ihr. Das Mädchen sitzt an der Wasserstelle und fischt im Wasser herum, sieht ganz verzweiflet aus.
‚Was suchst du denn da, holde Maid?‘ fragt er.
‚Ach, meine Halskette, sie ist mir hier hereingefallen und ich finde sie einfach nicht wieder. Ich bin so verzeifelt … Könntest du mir nicht vielleicht helfen? Ich würde auch alles für dich tun!‘
‚Ähm… wie meinst denn du alles?‘
‚Naja, alles was du willst!‘
‚Keine Ausnahmen, keine Tricks?‘
‚Neinnein, ich tu alles für dich, wenn du mir meine Kette wiederfindest!‘

Voller Enthusiasmus wirft sich der rallige Kerl ins Wasser, suht gar nicht lange und findet die Kette.
‚Oh, danke danke, bitte, wünsch dir was von mir!‘
‚Ich darf mir wünschen, was immer ich will?‘
‚Oh, ja!‘
‚Wärst du so lieb und hältst mal ne Weile mein Kamel fest?‘